Hausmittel bei scharfem Essen

Zu scharf gegessen? Der Mund brennt? Alles tut weh? Zum Glück gibt es einfache und schnell wirkende Hausmittel, die helfen, wenn das Essen doch zu scharf geworden ist. Diese drei Hausmittel finden sich zudem beinahe in jeder Küche wieder und sie lassen sich einfach anwenden. Sie helfen bei Schärfe, die durch Capsaicin verursacht wird. Dieser Stoff kommt in verschiedenen Paprikaarten vor, unter anderem auch in Chili oder scharfen Peperoni. Damit das schmerzhafte Schärfegefühl in Mund und auf der Zunge verschwindet, muss man das Capsaicin loswerden. Erst so verflüchtig sich das brennende Gefühl.

Wasser, Bier, Saft – nutzt gegen Schärfe nichts

Nicht geeignet und damit kein Hausmittel bei zu scharfen Essen ist Wasser oder Saft. Selbst wenn man also nach scharfen Essen sehr viel trinkt, wird sich keine Linderung einstellen. Den der scharfe Stoff aus Chili und Co. Ist fettlöslich und nicht wasserlöslich (damit fallen auch Bier und Wein als Durstlöscher weg).

Vier Hausmittel bei zu scharfen Essen

Es gibt mehrere Hausmittel, die sich bei zu scharfen Essen bewährt haben: Milch, Brot und Honig. Wobei sich diese Mittel auch kombinieren lassen. So kann man sich natürlich bereits ein Stück Brot in den Mund stecken, während das Glas Milch noch auf sich warten lässt.

Milch gegen Schärfe

Gerade Milch kann wahre Wunder bei zu viel Schärfe in Essen oder Getränk bewirken. Verantwortlich für die gute Wirkung ist Kasein, ein Protein, das nicht nur in Milch, sondern auch in anderen Milchprodukten enthalten ist. Kasein ist sehr gut geeignet, Capsaicin zu lösen und ausspülen zu lassen. Es reicht mehrfach den Mund mit Milch auszuspülen. Das lindert das Schärfegefühl beinahe sofort. Diese Wirkung hat nicht nur Milch. Auch andere Milchprodukte wie Joghurt und Käse helfen. Gerade Käse muss dabei sorgsam gekaut werden, ähnlich wie auch Brot.

Brot hilft ebenso gegen Schärfe von Chili und Co.

Vielleicht steht deswegen so häufig ein Brotkorb mit bei Tisch? Brot, vor allem Weißbrot, hilft sehr gut dabei, die scharfe Wirkung von Capsaicin abzuschwächen. Dafür muss das Brot langsam und gut gekaut werden, ehe es geschluckt wird. Warum wirkt Brot so gut? Das langsame und sorgfältige Kauen und das einspeicheln schabt das Capsaicin praktisch ab von Zunge und aus der Mundinnenhöhle. Zudem wirkt das Brot auch wie ein Schwamm, der Scharfmacher wird weggesaugt.

Honig lindert und verringert Schwellungen und Schmerzen

Ein bewährtes Hausmittel gerade bei Entzündungen und Halsschmerzen ist Honig. Aber auch bei scharfen Essen kann Honig wahre Wunder vollbringen. Honig hilft aber dank seiner antibakteriellen Wirkung auch dabei, die Wundheilung zu verbessern. Er verringert zudem Schwellungen und Schmerzen. (Honig als Hausmittel)

Fetthaltige Lebensmittel

Da Capsaicin fettlöslich und nicht wasserlöslich ist, hilft nicht nur Milch, sondern auch Öl. Einfach den Mund mit einem Öl ausspülen, zum Beispiel einem Schluck Olivenöl.

Scharfes führt zu Abhärtung

Wer oft scharf isst, gewöhnt sich daran. Dieser Effekt der Gewöhnung nennt sich Toleranzreaktion. Übrigens ist Schärfe kein Geschmack. Die Schärfestoffe von Chili- Pfeffer und Peperoni reagieren auf die Schmerzrezeptoren in der Mundschleimhaut. Diese lässt sich eben auch an diese Schmerzen gewöhnen.

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