Hausmittel bei Sonnenbrand

Gerade für den Fall eines Sonnenbrands gibt es eine ganze Reihe von natürlichen Hausmitteln. Einige dieser Tipps sind auch echte SOS-Tricks. Die meisten dieser Hausmittel helfen, die schlimmen Auswirkungen eines Sonnenbrands zu lindern.

Erste Hilfe bei Sonnenbrand

Ist es passiert und sind erst einmal keine anderen Hausmittel zu Hand, sollte man bei einem Sonnenbrand mindestens die verbrannte Haustelle abdecken, so dass nicht noch mehr Sonne weitere Verbrennungen verursachen kann.

Hausmittel bei Sonnenbrand

Es gibt eine Reihe von Hausmitteln, die bei einem Sonnenbrand Linderung verschaffen.


Wichtig ist es außerdem viel zu trinken. Gerade bei einer Verbrennung braucht der Körper ausreichend Flüssigkeit, um reagieren zu können.

Wirft die Haut an der Stelle des Sonnenbrands Blasen, dann hat man eine starke Verbrennung. In diesem Fall sollte man von den meisten Hausmitteln Abstand nehmen und die Stelle eher desinfizieren und vor allem sauber halten. Möchte man die Hautblase öffnen, dann geschieht das am besten mit einem desinfizierten Gegenstand.

Kühlung Sonnenbrand mit Hausmitteln

Wichtig ist, dass die betroffene Stelle nicht weiter der Sonne ausgesetzt wird (Abdecken) und eben Kühlung. Je schneller die Haut abgekühlt ist, desto schneller kann sie sich um die Heilung kümmern. Allerdings sollte man nicht mit Eiswürfeln ran gehen, denn eiskalte Dinge wie Würfel oder auch zu kaltes Speiseeis kann die nun sehr empfindliche Haut zusätzlich schädigen. Die ideale Temperatur für die Kühlung eines Sonnenbrands liegt bei etwa 15 bis 20 Grad. Dies kann durchaus mit nassen kühlen Tüchern geschehen oder indem man mit kühlem Wasser duscht.

10 Hausmittel bei Sonnenbrand

Allen diesen Tipps ist eins gemein: Sie sollten nur auf normale bzw. leichte Verbrennungen aufgetragen werden. Sie sind auch alle ungeeignet bei schweren Verbrennungen (gleich ob durch die Sonne oder durch etwas anderes). Bei schweren Verbrennungen sollte man immer besser einen Arzt aufsuchen.

Obstessig zum Kühlen

Die Heilung eines Sonnenbrands kann durch Obstessig, hier ist vor allem der Apfelessig zu nennen, unterstützt werden. Wenn die betroffene Stelle mit einem nassen kühlen Tuch gekühlt wird, dann reicht es, dieses mit dem Essig anzureichern. Ideal ist ein Verhältnis Obstessig zu Wasser von 1:2 (ein Glas Essig und zwei Glas kühles Wasser werden gemischt). Dann wird in dieser Mischung ein Tuch gelegt und dieses dann, leicht ausgewrungen, auf die betroffene Stelle gelegt. Das kühlt den Sonnenbrand großflächig. Ist nur eine kleinere Stelle betroffen, dann reicht es oft ein Wattebausch in dem Essigwasser zu tränken und damit die verbannte Hautstelle immer wieder abzutupfen.

Gurkenscheiben kühlen gut

Gurkenscheiben sind ein ideales Mittel zur schnellen Kühlung. Statt in Scheiben geschnittene Gurken funktioniert dieses Hausmittel aber auch mit frischen Tomatenscheiben und sogar mit rohen Kartoffelscheiben.

Buttermilch zum kühlen

Ebenfalls gut geeignet zum Kühlen ist Buttermilch (oder auch normale Milch). Kalt sollte beides sein. Die verbrannte Hautstelle mit der Milch abwaschen oder vorsichtig abtupfen. Geeignet sind auch in Milch getränkte saubere Tücher bzw. Kompressen.

Aloe Vera kühlt und entspannt

Ein natürliches Heilmittel bei Verbrennungen ist Aloe Vera. Entweder eine kühlende Crem oder Gel am besten ohne Duft- und Parfümstoffe auftragen oder, falls vorhanden, von einer Aloe-Vera-Pflanze ein Stück abschneiden und mit der Schnittstelle die betroffene Hautpartie einstreichen.

Natronwasser

Zwar ist Natron in der Küche eher selten geworden, ab und an trifft man es aber doch noch an. Und das ist gut, den es gibt so einige Hausmittel mit Natron. Mit Natronwasser kann man die Folgen eines Sonnenbrandes lindern. Einfach einen Liter kaltes Wasser mit einem Teelöffel Natron vermischen. Und dann die verbrannten Haustellen mit einem in Natronwasser getauchtem Tuch behandeln. Natronwasser lässt sich außerdem in Sprühflaschen füllen und aufsprühen.

Zinksalbe

Zinsalbe gehört zu den Klassikern bei der Wundbehandlung. Und eine verbrannte Hautstelle ist ja auch eine Wunde. Und so lindert die Zinksalbe die Folgen eines Sonnenbrandes. Gut ist auch, dass das Zinkoxid in der Zinksalbe antiseptisch und auch wundheilend wirkt.

Quark

Quark ist ein vielseitig einsetzbares Hausmittel. Quarkwickel kommen zum Beispiel als Hausmittel bei Husten zum Einsatz. Oder man verwendet ihn bei einem Sonnenbrand. Einfach auf die gerötete Stelle Speisequark oder Joghurt streichen. Das ganze eine halbe Stunde einwirken lassen und anschließend gründlich mit kaltem Wasser abspülen.

Zitronensaft mit Olivenöl

Ebenfalls aus der Küche kommen diese beiden Zutaten für das Hausmittel bei Sonnenbrand nämlich Zitronensaft und Olivenöl. Statt Zitronensaft funktioniert das Hausmittel übrigens auch mit Limettensaft. Einfach den Saft einer Zitrone (oder eben Limette) mit 50 ml Olivenöl vermischen und das Zitronenöl in die betroffene Hautstelle einmassieren. Das Öl und der Saft helfen dabei die Haut zu regenerieren.

Schwarzer Tee

Ein gutes Hausmittel zumindest für Teetrinker ist die Behandlung von Sonnenbrand mit den benutzten Beuteln vom schwarzen Tee. Diese sollten natürlich vollständig abgekühlt sein, ehe sie auf die verbrannte Haut aufgelegt werden.

Eiswürfel mit Vorsicht anwenden

Auch Eiswürfel kann man zum Kühlen einer von Sonnenbrand betroffenen Hautstelle verwenden, allerdings muss man hier vorsichtig agieren. Niemals Eiswürfel direkt auf die Haut legen, sondern immer mindestens ein Tuch dazwischen geben. Wird das ganze unangenehm, dann sollte ein weiteres Tuch zwischen gelegt werden oder die Behandlung mit den Eiswürfeln abgebrochen.

Sonnenbrand besser vermeiden – Mit Dach und Schirm schützen

Planschbecken mit Dach

Ein Planschbecken mit Dach ist ein toller Schutz für Kinder vor der Sonne.


Zwar sollen diese Hausmittel die Folgen eines Sonnenbrands lindern, dennoch ist es natürlich besser, es gar nicht erst zu einem Sonnenbrand kommen zu lassen. Daher ist das Beste immer noch ein wirksamer Schutz gegen zu viel Sonne. Das gilt insbesondere für Kinder. Gerade kleine Kinder, deren Haut noch keinen so gut ausgeprägten Sonnenschutz aufbauen konnten, sollte man also nur mit Bedacht in die Sonne lassen und am besten gut geschützt, zum Beispiel mit der richtigen Kleidung. Aber auch beim Spielen im Freien lassen sich ohne großen Aufwand Vorsichtsmaßnahmen treffen, um das Kind vor zu viel Sonne zu schützen. So kann im Sommer ja in einem Planschbecken mit Dach geplanscht werden, statt mitten in der prallen Sonne. Sonnensegel helfen über Spielflächen im Freien, Kinder zu schützen. Und natürlich sollte nicht in der prallen Mittagssonne gespielt werden. Auch nicht im Schatten ohne zusätzlichen Schutz. Auf die Kleidung sollte man sich dabei übrigens nicht verlassen, denn gerade helle Baumwollkleidung lässt noch einiges an Sonne durch. Inzwischen gibt es auch entsprechende Kleidung mit Lichtschutzfaktor bzw. mit UV Schutz Kleidung mit UV-Schutz.

Die Hausmittel gegen Sonnenbrand sollten also keinesfalls angewendet werden, um die Zeit in der Sonne künstlich zu verlängern.

Siehe auch: Hausmittel bei Sonnenallergie.