Hausmittel gegen Besenreiser

Hausmittel gegen Besenreiser, stark sichtbare Venen unter der Haut an den Beinen, die sehr häufig zwar harmlos sind, aber doch unser Bild von unseren Beinen stören. Vermeiden lassen sich Besenreiser oft nicht, gerade mit zunehmendem Alter treten sie häufiger auf, insbesondere Frauen sind dann betroffen. Besenreiser können auch im Gesicht auftreten.

Folgende Hausmittel sollen gegen Besenreiser helfen

Was tun gegen Besenreiser und Krampfadern an den Beinen? Mittel gegen Besenreiser an den Beinen und im Gesicht.

Apfelessig gegen Besenreiser

Apfelessig unterstützt die Durchblutung. In diesem Fall wird der Apfelessig äußerlich angewendet und dafür mit Hilfe eines Wattebällchens auf die Besenreiser getupft. Die Behandlung sollte mindestens drei Mal täglich für vier Wochen durchgeführt werden, dann sollen die Besenreiser verschwunden sein. Aber Vorsicht: Apfelessig kann die Haut reizen. Besenreiser können auch im Gesicht auftreten. In diesem Fall sollte man mit der Anwendung von Apfelessig sehr vorsichtig sein.

Kartoffeln und Tomaten

Das Alkaloid Solanin steuert sowohl bei Kartoffeln als auch bei Tomaten den Reifeprozess. Solanin ist giftig, weswegen unreif-grüne Tomaten ebenso wie rohe Kartoffeln besser nicht verzerrt werden sollten. Allerdings kann Solanin äußerlich angewendet eben gegen Besenreiser helfen. Es soll helfen, Scheiben von unreifen Tomaten bzw. keimenden Kartoffeln für zwei bis drei Minuten auf die betroffene Stelle zu legen. Wichtig ist es, danach die Haut gut einzucremen. Nach ein bis zwei Wochen sollen die Besenreiser dann verschwunden sein.

Rosskastanien

Rosskastanien, damit haben wir früher im Herbst gebastelt und mit Hilfe von Zahnstochern Figuren hergestellt. Der Baum findet sich häufig in Parks, die Rosskastanie ist nicht essbar (zumindest für uns Menschen nicht genießbar), aber neben dem Einsatz als Bastelmaterial, soll die Kastanien eben auch gegen Besenreiser helfen. Hierbei soll Aescin helfen, der Wirkstoff dichtet die Gefäßwände der Venen ab. Auch in diesem Fall wird die Rosskastanie äußerlich angewendet. Dafür einen Esslöffel Rosskastanienschalen mit 125 ml Wildrosenöl oder Lavendelöl mischen. Das ganze leicht erwärmen und dann ziehen lassen. Anschließend das Gemisch aus Rosskastanienschale und Öl dünn auf die Besenreiser streichen und einmassieren. Die Besenreiser sollten weniger auffällig werden. Angenehmer Nebeneffekt: Es tut auch den Beinen gut.

Besenreiser besser vorbeugen

Manchmal kann man kaum etwas gegen das Auftreten von Besenreiser tun, denn oft sind es nun mal die Gene. Aber eine gute Durchblutung an den Beinen kann helfen, ihr Auftreten zu minimieren, manchmal zu verhindern oder wenigstens zu verzögern. Gut für die Durchblutung ist zum Beispiel kaltes Abduschen der Beine bzw. Wechselduschen, Sport und natürlich auch eine gesunde Ernährung. Gut ist es auch, gerade, wenn man tagsüber viel sitzt oder steht, die Beine abends zu entlasten und einfach mal hochzulegen. Das entlastet die Venen und unterstütz den Blutfluss.

Besenreiser und Krampfadern vorbeugen

Leider gibt es nur wenige Hausmittel gegen diese Probleme. Daher wäre es besser, vor dem Was tun gegen ein Vorbeugen zu setzen. Allerdings sind gerade Besenreiser oftmals Veranlagung, daher lässt sich oft das Auftreten nur Abschwächen bzw. verzögern. Hier einige Möglichkeiten:

  • Beine hochlagern.
  • Hohe Schuhe vermeiden.
  • Gesund ernähren.
  • Sitzposition bzw. Stehposition immer mal wieder verändern.

Was sind Besenreiser?

Sie treten vor allem an den Beinen auf, die Besenreiser, dicht unter der Haut liegende, durchscheinende, netz- oder fächerförmig verzweigte Venen. Bei Besenreiser handelt es sich um eine spezielle Unterform der Varikose, es sind kleine, direkt in der Oberhaut liegende, sichtbare netz- oder fächerförmige Venen. Sie sind meist sehr gut sichtbar, da sie gut durch die Haut durchschimmern.

Wie entstehen Besenreiser?

Besenreiser können Folge einer angeborenen Veranlagung sein. Sie können aber auch in der folge einer Stauung im Venensystem entstehen. Durch permanent erhöhten Druck büßen die feinen Äderchen im Laufe der Zeit ihre ursprüngliche Elastizität ein. Und so weiten sich die Venen und sie werden eben als rot-bläuliche geschlängelte Gefäßstruktur sichtbar.

Oft nur ein Kosmetisches Problem – kein medizinisches Problem

Solange Besenreiser ohne Beteiligung des übrigen Beinvenensystems auftreten, sind sie nicht Symptom einer Krankheit. Sie sind allerdings gut zu sehen und werden von vielen Menschen daher mindestens als kosmetisches Problem wahrgenommen, da die durchscheinenden Venen nun mal sehr unschön aussehen.

Besenreiser können aber auch ein erster Hinweis auf eine Krankheit sein

Nicht immer sind Besenreiser völlig unproblematisch, da sie durchaus auch ein erstes Symptom sein können, das auf eine Erkrankung des tieferliegenden Venensystems hinweist. Ehe also die hier vorgestellten Hausmittel gegen Besenreiser angewandt werden, sollte sichergestellt sein, dass keine ernsthafte Erkrankung vorliegt. Untersucht wird dies beim Arzt mit Hilfe von Ultraschall und Duplexsonographie. Dies ist eine völlig schmerzlose Behandlung. Stellt der Arzt eine krankhafte Veränderung des Beinvenensystems fest, ist diese entsprechend zu behandeln. Andernfalls steht der ausschließlichen Therapie (oder der Anwendung von Hausmitteln) der Besenreiser nichts im Wege.

Verödung von Besenreiser

Statt auf Hausmittel zu setzen, kann man Besenreiser auch durch Verödung entfernen. Sofern Besenreiser ein kosmetisches Problem sind, kommen die Krankenkassen im Regelfall aber nicht für die Behandlung auf.

Die Bezeichnung

Der Wortbestandteil Reiser kommt aus der Botanik, wo Reis so viel wie Zweig bedeutet (Reisig). Kein Wunder, legt doch die äußerliche Ähnlichkeit der Äderchen zu den dünnen Reisig-Ästchen einen solchen Vergleich nahe. Und da diese dünnen Ästchen früher zu Besen verarbeitet wurden, kamen die Besenreiser so zu ihren Namen. In der Einzahl ist es der Bündel Besenreis, der eben zu einem Besen gebunden wurde.

Englisch und Spanisch – Die Spinne spielt mit

Auf Englisch heißen die Besenreiser spider veins (Fachbegriff: Telangiectasias), also Spinnen-Venen. Nicht verwunderlich, erinnern sie doch auch an das Muster eines Spinnennetzes. Und auf Spanisch werden sie las arañas vasculares genannt. Araña ist das spanische Wort für Spinne.