Hausmittel gegen Husten

Gerade Husten kann sehr quälend sein. Da Husten oftmals nur ein Symptom ist, steckt meist noch eine andere Erkrankung dahinter, das kann eine einfache Erkältung sein aber auch mehr sein. Gerade Husten kann aber auch auf andere Krankheiten hindeuten, daher gilt hier ganz besonders: Nicht auf einfache Hausmittel verlassen, wird es nicht besser oder verschlimmert sich der Zustand womöglich noch, dann steht der Gang zum Hausarzt an. Auch bei langanhaltendem Husten sollte man nicht alleine auf Hausmittel setzen, sondern ärztlichen Rat einholen.

Hausmittel gegen Husten

Auch Kräutertee gehört zu den erprobten Hausmitteln gegen Husten.

Hier die besten Hausmittel gegen Husten

Kräutertee

Gerade Kräutertees mit ätherischen Ölen stehen ganz vorne bei den einfachen Hausmitteln gegen Husten. Zu nennen sind hier insbesondere Kräutertee aus Thymian, Anis und Fenchel. Denn diese Pflanzen wirken nicht nur krampf- sondern auch schleimlösend. Damit fördern sie das Abhusten. Für einen solchen Anti-Hustentee nimmt man am besten 20 Gramm Fenchel- und Anissame und 10 Gramm Thymiankraut. Diese drei Kräuter mischt man. Nun nimmt man für eine Tasse (gemeint sind in diesem Fall 200 ml) kochendes Wasser zwei Teelöffel dieser Kräutermischung. Aufgießen, zehn Minuten ziehen lassen und die Kräuter entfernen. Das Ganze mit etwas Honig trinken. Die empfohlene Tagesdosis liegt hierbei bei drei Tassen.

Weitere Kräuter, die bei Husten in Frage kommen: Thymian, Anis, Fenchel, Kamille, Pfefferminz. All diese Kräuter haben eine entzündungshemmende und auch krampflösende Wirkung. Damit bringen sie gerade bei Husten eine Linderung der Beschwerden.

Quarkwickel

Wird der Husten von verschleimten Bronchien hervorgerufen, dann sind Quarkwickel ein einfaches und sehr hilfreiches Hausmittel. Dafür braucht man nur ein Leintuch und Quark. Das Quark wird in die Mitte des Leintuchs (es funktioniert auch mit einem sauberem Küchenhandtuch aus Baumwolle) gegeben. Dann werden die Enden eingeschlagen und der Quarkwickel mit einer Wärmflasche oder einer heißen Flaschen Wasser erwärmt. Aber nur erwärmen, denn der Wickel kommt dann auf die Brust. Darüber wird ein Wollschal gelegt, damit die Wärme gehalten wird und der Wickel wirken kann. Der Quarkwickel kann hier durchaus auch einige Stunden bleiben.

Honig

Honig verschiedene Sorten

Honigsorten.


In Honig sind natürliche Hustenmittel enthalten. Den Honig kann man pur genießen (einfach auf einen Teelöffel geben und nehmen) oder in Tee geben. Auch warmes Zitronenwasser mit Honig ist sehr lecker. Hier erhält man noch eine extra Portion Vitamine dazu. Man sollte allerdings auf die Qualität des Honigs achten. Hausmittel Honig. Bei trockenem Husten wirkt übrigens Milch mit Honig sehr gut.

Rettichsaft

Rettichsaft und Rettichsirup lassen sich ganz einfach selber machen.

Ein natürliches Hustenmittel, das sich sehr einfach selber machen lässt ist Rettichsaft bzw. Rettichsirup.

Rettich enthält nicht nur wertvolle ätherische Öle, sondern auch Schwefelöle. Und diese Schwefelöle im Rettichsaft beruhigen nicht nur, sie haben auch eine desinfizierende Wirkung. Als Hausmittel bei Husten kommt Rettichsaft bzw. Rettichsirup zum Einsatz. Dafür wird ein Rettich (es funktioniert mit Sommerrettich ebenso wie mit Winterrettich) genommen und ausgehöhlt. Nun wird Honig in die so entstandene Schale gegeben. Das Ganze jetzt drei Stunden stehen lassen und dann über einer Schüssel abtropfen lassen. In der Schüssel sollte sich nun eine Honig-Rettichsaft-Mischung befinden. Diese in eine Flasche umfüllen und dunkel und kühl lagern. Zwei bis dreimal täglich nach dem Essen ein kleines Glas trinken. Das löst den Schleim. Rettichsaft selber machen.

Inhalieren mit Salz

Ein gutes Mittel bei festsitzendem Husten ist das Inhalieren mit Salz. Der Vorgang des Inhalierens befeuchtet die Schleimhäute. So werden festsitzende Sekrete gelöst. Die Bronchien werden entspannt. Und so wird auch der Hustenreiz gelindert. Zum Inhalieren sollte man Meersalz nehmen. Zehn Gramm davon ein einem Liter kochendem Wasser auflösen. Nun den Topf mit dem heißen Salzwasser auf einen sicheren Untergrund stellen und den Kopf über die Mischung halten. Mit einem Handtuch bedecken und tief durch die Nase ein- und über den Mund ausatmen. Natürlich kann man zwischendurch auch eine oder mehrere Pausen machen. Insgesamt sollte man aber etwa zehn Minuten inhalieren. Danach sollte man aber unbedingt vermeiden, direkt nach draußen zu gehen. Richtig Inhalieren.

Huflattich

Der oben genannte Kräutertee ist nicht der einzige, der gut bei Husten ist. Ein Tee aus Huflattich, auch Brustlattich genannt, wirkt ebenfalls schleimlösend, hustenstillend und auch entzündungshemmend. Aber Huflattich gibt es nicht nur als Tee, es gibt ihn auch als Saft. Bei der Verwendung als Saft sollte man sich an die Packungsangaben halten. Wer lieber auf Tee setzt, braucht nur eine Tasse heißes Wasser und etwa ein bis zwei Teelöffel fein geschnittene, getrocknete Huflattichblätter. Aufgießen, fünf Minuten ziehen lassen und abseihen. Von Huflattichtee kann man ruhig mehrere Tassen pro Tag trinken. Diese können dann auch gerne mit Honig gesüßt werden. Allerdings sollte man Huflattichtee nicht länger als zwei Mal im Jahr für maximal drei Wochen einnehmen.
Schwangere Frauen und stillende Frauen sollten Huflattich allerdings nicht nehmen.

Wirsing

Ein eher unbekanntes, wenn auch wirklich einfaches Hausmittel gegen Husten ist Wirsing. Wirsing- oder Weißkohlblätter-Umschläge sind ein sehr altes Heilmittel. Dafür wird der Wirsing gewaschen und seine Mittelrippen entfernt. Nun werden die Wirsingblätter mit einem Nudelholz so lange ausgewalzt (und damit gequetscht) bis der Saft austritt. Die so geknackten Kohlblätter nun auf die Brust legen und mit einer Mullbinde für etwa eine Stunde auf dieser fixieren. Die Wirsingkompresse dann entfernen und die Stelle mit einem Handtuch trocknen.

Wilde Malve

In den Blüten der Wilden Malve finden sich sowohl schleimlösende Substanzen als auch antimikrobielle Stoffe. Enthalten ist das sogenannte Malvin. Dies legt sich wie ein Schutzfilm auf die entzündete Schleimhaut und lindert so Halsschmerzen und auch Hustenreiz. Zubereitet wird die wilde Malve als Tee. Dafür drei Esslöffel getrocknete Malvenblüten und Malvenblätter mit einem Liter Wasser aufbrühen. Das ganze zudecken und zehn Minutenziehen lassen. Abseihen. Den Malventee dann über den Tag verteilt immer wieder schluckweise trinken.

Malventee selberst ist für Schwangere unbedenklich. Allerdings enthält Malventee recht häufig Hibiskus und dieser sollte von Schwangeren nicht getrunken werden.

Malventee sollte man auch mit Vorsicht genießen, wenn man sonstige Medikamente nimmt. Denn es handelt sich nun mal um ein Schleimmittel, das die Wirkung und Aufnahme von Medikamenten verändern kann. Daher sollte man zwischen dem Trinken eines Malventees und der Einnahme von Medikamenten einen Sicherheitsabstand von zwei Stunden legen.

Das sogenannte Malvin etwa legt sich wie ein Schutzfilm auf die entzündete Schleimhaut. So lindert es Halsschmerzen und Hustenreiz. Für eine Kanne Tee 3 EL getrocknete Malvenblüten und -blätter (Apotheke) mit 1 l Wasser überbrühen. Zugedeckt zehn Minuten ziehen lassen, abseihen. Über den Tag verteilt schlückchenweise trinken.

Zwiebelsirup

Zwiebelsirup gegen Husten ist wieder ein einfaches Hausmittel mit Zutaten, die in fast jeder Küche zu finden sein sollten. Zwiebelsirup gilt als schleimlösend, desinfizierend und als wirksam gegen Viren und Bakterien. Zwieblen sind nicht nur gut gegen Husten geeignet, sie befreien auch die Atemwege. Für Zwiebelsirup eine Zwiebel fein hacken und mit ca. 150 ml Wasser kurz aufkochen. Das Ganze leicht abkühlen lassen und zwei Esslöffel Honig einrühren. Eine halbe Stunde warten und dann die Mischung durch ein Sieb gießen. Der fertige Zwiebelsirup lässt sich in einem verschlossenem Marmeladenglas im Kühlschrank lagern. Täglich mehrfach ein Teelöffel Zwiebelsirup helfen gegen Husten.

Warme Getränke

Ganz allgemein helfen auch beinahe alle warmen Getränke bei Husten. Gerade bei Husten sollte man so oder so auf eine ausreichende Trinkmenge achten. Gerade Kräutertees oder heiße Zitrone mit Honig lindern dabei den Hustenreiz besonders gut. Manchmal hilft aber auch eine heiße Bouillon.

Bonbons lutschen

Da beim Bonbon lutschen, Speichel produziert wird, lindert dies den Hustenreiz. Theoretisch funktioniert das mit allen Bonbons. Allerdings sollte man aufpassen und nicht zu viel Zucker zu sich nehmen. Bonbons mit Zuckerersatzstoffen können aber wiederum den Mund austrocknen. Statt Bonbons zu lutschen kann man auch eine getrocknete Erbse oder Bohne lutschen, das hat den gleichen Effekt: Von kleinen Kieselsteinen ist eher abzuraten. Beißt man aus Versehen auf diese, könnten die Zähne geschädigt werden. Durch das Lutschen wird die Speichelproduktion angeregt.

Auch einfache Hausmittel immer mit Vorsicht anwenden

Da es sich bei den Hausmitteln gegen Husten meistens um pflanzliche Produkte handelt, die auch Allergien auslösen können oder gegen die Allergien bestehen können (Beispiel Kamille nicht nehmen bei Allergie gegen Korbblütler), sollten diese mit Vorsicht verwendet werden.

Da dem chronischen Husten, der länger als 6-8 Wochen besteht, chronische Lungen- oder Herzerkrankungen, oder auch Sodbrennen (Refluxkrankheit) oder Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) zugrunde liegen können, muss der chronische Husten unbedingt von einem Arzt abgeklärt werden. Hausmittel können Symptome lindern, sie ersetzen nicht den Gang zum Arzt.

Außerdem hilfreich bei Husten: Zwiebelsirup und Zwiebelsaft.