Hausmittel gegen Spinnen

Hausmittel gegen SpinnenAb dem Frühjahr gibt es nicht nur wieder mehr Mücken, auch Spinnen haben dann wieder Saison. „Iiiiih, eine Spinne“ ist dann oftmals zu hören. Bis in den Herbst (und erst dann werden sie richtig aktiv) verirren sich die Achtbeiner auch noch gerne in Wohnungen und Häuser. Wie schön wäre es doch, wenn Spinnen draußen blieben und gar nicht erst in die Wohnung kommen würden. Einfache Hausmittel können dabei helfen, die Zahl der Spinnen zu verringern.

Nicht jeder mag Spinnen. Und auch wenn man weiß, dass Spinnen eigentlich harmlose Tierchen sind (zumindest in unseren Breitengraden), kann eine Spinne uns manchmal einfach aus dem Konzept bringen oder aus dem Haus treiben. Und hat man auch noch Spinnenangst, dann kann man es meist mit einer Spinne im gleichen Raum wirklich nicht aushalten. Und man sieht diese kleinen Krabbeltiere dann auch sofort.

Und so gibt es viele Menschen, die sagen: „Ich und eine Spinne, im gleichen Raum, geht gar nicht.“

Auch wenn die Tiere mit den acht Beinen zu den nützlichen Tieren zählen, im Haus möchte man sie eben oft nicht haben. Und so wird zu allerlei Mittel gegriffen, um die Tiere draußen zu halten.

Was hilft aber wirklich gegen Spinnen? Hilfe ist aber in Sicht. Denn es gibt einige einfache Hausmittel, die helfen, sie draußen zu lassen. Insbesondere Duftmittel sind eine gute Wahl.

Lavendel gegen Spinnen

Lavendel ist ein erprobtes Mittel gegen Spinnen. Entweder man verteilt frischen Lavendel vor Fenster und Türen oder man nimmt Lavendelöl, was intensiver ist und länger hält. Der Geruch von Lavendel hält Spinnen ab. Besonders effektiv ist natürlich das Lavendelöl. Man nimmt einfach eine Sprühflasche und füllt diese mit Wasser und gibt hier etwas Lavendelöl hinein. Einige Tropfen sollten reichen. Dann mit dem Lavendelduftwasser Fensterrahmen und Türrahmen einsprühen. Allerdings hält das nicht sehr lange an, schon nach zwei Tagen sollte man erneut mit Lavendel gegen die Spinnen vorgehen. Wer Spinnen mit Hilfe von Lavendel draußen halten möchte, muss also regelmäßig sprühen.

Fazit: Lavendel an Tür und Fenster hält Spinnen besonders gut fern. Allerdings mag nicht jeder den Geruch von Lavendel.

So wird Lavendel gegen Spinnen eingesetzt

  • Lavendelöl in Wasser als selbstgemachtes Lavendelduftwasser.
  • Frischen Lavendel trocknen und bündelweise dort aufhängen, wo Spinnen besonders gerne ins Haus kommen (Türen, Fenster).
  • Getrocknete Lavendelblüten in einer Schale verteilen und in der Nähe des Fensters aufstellen.
  • Duftkerzen oder auch Teelichter mit Lavendelaroma anbrennen und verteilen. Aber Kerzen und Lichter bitte nicht unbeaufsichtigt brennen lassen.

Lavendel und Lavendelöl beliebte Hausmittel

Lavendel und Lavendelöl sind nicht nur ein beliebtes Mittel gegen Spinnen, da Lavendel auch ein Heilkraut ist, wird es auch wirksam bei Krankheiten eingesetzt. Und Lavendeltee ist ein beliebtes Mittel bei Stress und gegen Kopfschmerzen. Lavendel im Haus zu haben, lohnt sich also nicht nur wegen seiner Einsatzmöglichkeiten gegen die Spinne.

Minzöl und Eukalyptusöl

Ähnlich gut wie Lavendelöl wirken auch Minzöl und Eukalyptusöl gegen Spinnen. Auch dieses wird mit Wasser gemischt und mit der Sprühflasche versprüht.

Ätherische Öle, die gegen Spinnen helfen:

  • Zitrusöl, der intensive Citrusduft findet im Haushalt und auch in der Medizin Verwendung. Da der intensive Duft der Limone im Zitrusöl unseren Geruch und unsere Ausdünstungen überdeckt, hilft das Öl auch gegen Mücken und Moskitos.
  • Teebaumöl, hat eine antiseptische, antibakterielle und auch fungizide Wirkung.
  • Zimtöl, ätherisches Öl. Forschungsergebnisse zeigen, dass Zimtöl ein wirksames Insektizid ist. Ob Zimtöl nicht nur Insektenlarven abtötet, sondern eben auch eine abwehrende Wirkung gerade gegen Mücken, Stechfliegen oder Moskitos hat, wird noch erforscht. Zimtöl wird auf jeden Fall bereits erfolgreich gegen Hausstaubmilben eingesetzt.
  • Citronellal (auch Rhodinal), billiger Duftstoff, der als Insektenabwehrstoff (Repellent) verwendet wird. Soll nicht nur gegen Spinnen, sondern auch gegen Mücken helfen.

Besonders gut lässt sich das Öl versprühen, wenn man auf ca. einen Liter Wasser nicht nur fünf Tropfen Öl gibt, sondern auch noch fünf Tropfen eines Spülmittels. Das Spülmittel sorgt dafür, dass sich das Öl nicht einfach an der Wasseroberfläche sammelt, sondern sich gut versprühen lässt.

Vorsicht: Gerade bei Zitronenöl sollte man aufpassen, was man ansprüht. Plastikteile können beschädigt werden.

Zitronenduft hilft nicht nur als Öl gegen Spinnen

Spinnen und auch andere Insekten stehen so gar nicht auf Zitronenduft. Daher hilft zum einen Zitrusöl versprüht, aber auch Zitronensaft ist ein natürliches Anti-Spinnen Mittel.  Einfach Zitronensaft nehmen (wenn man ihn kauft, natürlich den ohne Zucker) und den Saft mit Wasser mischen. Auch diese Mischung kann wieder versprüht werden oder man wischt Oberflächen mit dem Zitruswasser ab. Das kann auch auf dem Balkon oder im Garten eingesetzt werden. Auch hier sollte man wieder vorsichtig sein, was abgewischt wird, denn Zitronensaft setzt empfindlichen Flächen zu.

Kastanien helfen auch

Was auch gegen Spinnen wirkt, ist der Geruch von Kastanien. Einfach im nächsten Herbst frische Kastanien sammeln und entsprechend im Haus verteilen. Wie auch die Öle, wirken auch die Kastanien nicht ewig. Einmal im Monat sollten sie ausgetauscht werden. Ist natürlich die Frage, wo man ab Ende des Herbstes frische Kastanien herbekommen soll. Kastanien fallen meist ab September von den Bäumen. Wer einen Keller hat, kann Kastanien natürlich auch kühl und trocken einlagern und so die Einsatzzeit verlängern.

So. Bis dies waren die Tipps für einfache Hausmittel gegen Spinnen in der Wohnung. Aber auch im Keller oder im Garten, können die Achtbeiner zur Plage werden. Auch hier sind sie einsetzbar, insbesondere lässt sich Lavendel natürlich auch im Garten einsetzen. Neben Duftstoffen und Duftwässern helfen aber auch andere Mittel und Maßnahmen.

Weitere Mittel gegen Spinnen

Essig gegen Spinnen

Nachdem Zitrusöl schon genannt wurde, verwundert es wohl nicht, dass auch Essig gut gegen Spinnen helfen soll. Auch in diesem Fall wird das Mittel (in diesem Fall der Essig) mit Wasser vermischt in eine Sprühflasche gegeben und damit dann die Decke, Ecken und Ritzen eingesprüht. Immer wieder gut schütteln.

Sauberkeit

Sehr effektiv ist eine saubere Wohnung. Sie mögen natürlich besonders gerne Ritzen, in denen sie sich verstecken können. Und natürlich benötigen Spinnen auch Nahrung, wird diese zum Beispiel durch offen herumstehendes Obst, Lebensmittel etc. angelockt, finden Spinnen im Haus ein Paradies vor. Am besten ist es also, Spinnen die Möglichkeit zu nehmen, sich zu verstecken und am besten regelmäßig mit Düften zu wischen, die sie eben nicht mögen (Essig, Zitrone, Lavendel).

Geputzt werden sollten insbesondere auch schwer zugängliche Ecken. Ritzen und Öffnungen, die nicht geputzt werden können, sollten zumindest mit Duftwässerchen eingesprüht werden.

Technik

Es gibt Ultraschallstecker für die Steckdose, die Spinnen vertreiben sollen.

Fliegenschutzgitter

Fliegenschutzgitter und Fliegengitter an Türen und Fenster halten nicht nur Fliegen und Mücken aus der Wohnung fern, sie halten auch Spinnen draußen. Da Spinnen insbesondere im Herbst sehr aktiv sind und sich gerade dann in Häuser und Wohnungen zurückziehen, sollten diese Gitter unbedingt noch über den Sommer hinaus angebracht bleiben.

Anti-Spinnenspray

Wer nicht auf Hausmittel wie Lavendel setzen möchte, kann auch direkt zum richtigen Anti-Spinnenspray greifen. Auch das Spinnen-Spray wird dann in der Nähe von Fenstern und anderen beliebten Spinnenstellen versprüht. Gutes Anti Spinnenspray ist geruchlos und hinterlässt auch keine Flecken.

Spinnenfänger

Nicht immer lassen sich Spinnen fernhalten. Manchmal sind sie dann doch im Haus zu finden. Wer nicht mit dem Staubsauger auf das eigentlich ja harmlose Tier los gehen möchte, kann sich auch einen Spinnenfänger besorgen. In diesem Fall werden Spinnen eingesammelt, so dass sie dann draußen frei gelassen werden können.

Wann kommen die meisten Spinnen ins Haus?

Gerade im Frühling und auch im Sommer bleibt die Zahl der Spinnen im Haus meist übersichtlich. Nur ab und an verläuft sich eins dieser Tiere ins Haus, warum auch, finden sie doch draußen optimale Verhältnisse vor. Insbesondere wenn nur wenig Wind weht, bauen Spinnen daher ihre Netze lieber draußen. Denn dort finden sie schließlich genug Insekten, die sich bei genau den gleichen Bedingungen eben auch wohl fühlen.

Wenn es dann zum Ende des Sommers und zu Beginn des Herbstes draußen nicht nur kälter, sondern eben auch windiger wird, zieht es auch die Spinnen ins Haus. Die kleinen Tiere suchen sich einen sicheren Rückzugsort. Häuser und Wohnungen bieten eine warme, trockene und windstille Möglichkeit ein neues Netz zu spinnen.

Gerade im Herbst kommen Spinnen daher besonders gerne in unsere Wohnungen. Das liegt aber nicht nur am Wetter. In dieser Jahreszeit sind Spinnen besonders aktiv, denn es ist die Zeit, in der sie sich auch vermehrt paaren.

Werden Spinnen vom Licht angezogen?

Spinnen werden nicht direkt vom Licht angezogen. Allerdings ernähren sich Spinnen von Insekten und diese schwirren um Lichtquellen herum. Wenn also helle Lichtquellen Mücken und Fliegen anlocken, sind Spinnen auf der Suche nach Nahrung meist auch nicht weit.

So kommen Spinnen ins Haus

Ein probates Mittel gegen Spinnen sind wie schon erwähnt auch Fliegenschutztüren und entsprechende Gitter an den Fenstern. Denn Spinnen halten sich gerne an Häuserwänden auf. Von dort ist es für sie sehr einfach, durch ein geöffnetes Fenster (gekippt reicht ja) ins Haus zu kommen. Manchmal führt der erste Weg die Spinne auch in den Keller.

Spinnenarten in Deutschland

Im Haus gibt es vor allem die Große Winkelspinne und die Hauswinkelspinne. Die beiden Spinnenarten sind miteinander verwandt. Gemeinsam werden sie auch als Hausspinnen bezeichnet. Die Große Winkelspinne wird bis zu zwei Zentimeter groß. Ihr Körper ist dabei relativ groß. Sie ist bräunlich und hat eine hellere Zeichnung auf der Oberseite. Sie ist tatsächlich auch giftig, denn so tötet sie ihre Beute. Das Gift kann auch uns Menschen treffen, allerdings hält sich die Gefährlichkeit dieser giftigen Hausspinne in Grenzen. Viel mehr als eine kurze Schwellung mit geringen Schmerzen sollte nicht passieren. Die Hauswinkelspinne ist etwas kleiner als ihre Verwandte.

Staubsauger und Spinnen

Staubsauger und Spinnen

Für viele ist es Tierquälerei, für Spinnenphobiker reine Notwehr: Das Einsaugen von Spinnen mit dem Staubsauger. Oftmals bekommt man kluge Kommentare zu hören, zum Beispiel, dass die Spinne später wieder aus dem Staubsauger krabbeln würde. Sollte der Staubsauger keine Rückschlagklappe haben, ist das sogar möglich. Gerade bei älteren Modellen mit sehr hohen Wattzahlen dürfte die Spinne das Einsaugen nicht überstehen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, saugt erst die Spinne oder die Spinnen ein und saugt danach noch eine Weile mehr Staub ein. Es kann auch helfen, die Düse mit der flachen Hand abzudecken und auf voller Stufe den Staubsauger laufen zu lassen (Vorsicht bitte). Durch dieses Anti-Spinnen-Manöver sollte im Sauger ein Unterdruck entstehen und der eingesaugten Spinne natürlich den Rest geben. Aber immer dran denken: Spinnen sind durchaus nützlich. Viel besser ist es, sie einzufangen und auszusetzen.

Spinnen vermeiden und vertreiben

Es gibt eine Reihe von einfachen Hausmitteln und Techniken, um zu vermeiden, dass Spinnen überhaupt ins Haus kommen. Neben Fliegengittern sind das auch Geruchsstoffe wie Zitrusöl oder auch Lavendel. Sauberkeit hilft ebenso Spinnen den Aufenthalt zu verleiden. Wer dennoch eine Spinne im Haus findet, sollte versuchen diese lebend nach draußen zu bringen.

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