Hausmittel gegen trockenen Mund

Wenn zu wenig Speichel produziert wird, dann entsteht eine Trockenheit im Mund. Ursächlich hierfür können zum Beispiel Medikamente sein, Mundtrockenheit kann auch die Folge einer Bestrahlung im Kofbereich sein. Aber nicht immer steckt ein so ernster Hintergrund hinter Mundtrockenheit und so lässt sich diese oftmals mit Hausmitteln beheben.

Gegen Mundtrockenheit – Genug und richtig trinken

Zunächst sollte man es einfach mit Trinken versuchen. Eine Mundtrockenheit kann auch auftreten, wenn man selbst einfach ausgedörrt ist oder eben zuviel Flüssigkeit verloren hat. Wer nicht gerne viel trinkt, kann auch Wasser essen. Also Lebensmittel zu sich nehmen, die eben einen hohen Wassergehalt haben. Das können Gurken oder auch Wassermelone sein. Ebenfalls einen hohen Wassergehalt haben Pfirsiche und Ananas. Natürlich muss man auch nicht nur Wasser trinken. Kräutertees, Gemüsesäfte und sogar Smoothies, vor allem, wenn sie selbst zubereitet sind, helfen dabei, den Wasserhaushalt in Ordnung zu halten. Vorsichtig sein sollte man mit zuviel Fruchtsäften (wegen der Kalorien) und natürlich mit Softdrinks. Die Dehydration des Körpers wird außerdem durch koffeinhaltige Getränke (entsprechende Tees und Kaffee, die meisten Kräutertees sind aber in Ordnung) gefördert. Auch Alkohol ist keine gute Wahl.

Weitere Tipps und Hausmittel bei Mundtrockenheit

Ölziehen

Ölziehen kann sehr gut helfen, den Mund feucht zu halten. Das Ölziehen beseitigt außerdem Bakterien, die sowohl Karies als auch Mundgeruch verursachen können. Und Ölziehen kann auch die Heilung von wunden Stellen unterstützen. Beim Ölziehen werden zudem die Zähne gesäubert. Sehr gut geeignet zum Ölziehen ist neben Kokosöl auch Sesamöl.

Zum Ölziehen nimmt man dann einen Esslöffel kaltgepresstes Kokosöl (oder eben Sesamöl) in den Mund. Dieses Kokosöl beginnt man dann zu kauen, hin und her zuschieben, zwischen die Zähne zu ziehen und damit rumzuspielen. Von der linken Wange in die rechte Wange schieben und zwischendurch das Luftholen nicht vergessen. Schafft man die 15 Minuten nicht am Stück, dann kann man den Schluck Kokosöl auch zwischendurch ausspuken (wichtig: Ausspucken, nicht runterschlucken) und nach einer Pause mit einem neuen Schluck neu beginnen.

Wichtig ist es, das Öl auszuspucken und nicht runterzuschlucken, schließlich sind im Öl jede Menge Bakterien drin, die man sicherlich nicht im Magen haben möchte.
Nach dem Öl ziehen den Mund mit warmen Wasser spülen. Danach können die Zähne ganz normal geputzt werden.

Cayennepfeffer

Ein erprobtes Hausmittel bei trockenem Mund ist Cayennepfeffer. Denn Cayennepfeffer regt die Speichelproduktion sofort an. Außerdem stärkt Cayennepeffer die Geschmacksnerven. Wer also nach einer Bestrahlung auch noch das Problem hat, kaum noch etwas zu schmecken, kann versuchen mit Cayennpfeffer seinem Geschmackssinn Beine zu machen.

Angewendet wird der Cayennepfeffer pur. Es wird einfach etwas gemahlener Cayennepfeffer auf den feuchten Finger gegeben und dann damit über die Zunge gerieben. Dies sollte die Speicheldrüsen stimulieren und eben helfen, verschiedene Geschmäcker zu unterscheiden. Wichtig ist, sich danach unbedingt die Finger zu waschen. Nicht das noch etwas Cayennepfeffer dran haftet und man damit dann an die Augen kommt!

Der Cayennepfeffer kann natürlich auf der Zunge erst einmal etwas unangenehm brennen.

Statt pur auf die Zunge kann man mit diesen Pfeffer auch würzen.

Kardamom

Kardamom hilft nicht nur gegen einen trockenen Mund. Dieses Gewürz hilft zudem bei Infektionen und dabei wunde Stellen im Mund zu heilen und es beseitigt auch Mundgeruch. Dafür reicht es nach dem Essen oder eben, wenn da Gefühl von Mundtrockenheit aufkommt, einige Kardamomsamen zu kauen.

Fenchelsamen

Ebenfalls helfensollen Fenchelsamen. Die darin enthaltene Flavonoide stimulieren den Speichelfluss. Um den Speichelfluss anzuregen sollte man mehrmals täglich Fenchelsamen kauen. Diese helfen außerdem auch gegen Mundgeruch.

Ingwer

Ebenfalls gut geeignet ist Ingwer. Entweder kaut man auf einem kleinen Stück Ingwer (Vorsicht, Ingwer ist durchaus scharf) oder man bereitet sich einen Ingwertee zu, denn man dann über den Tag verteilt trinkt.

Gegen Mundtrockenheit hilft außerdem

Hier einige Kleinigkeiten, die ebenfalls helfen, wenn der Mund trocken ist. Gerade Mundatmer haben ja oft das Problem, hier hilft leider nur durch die Nase atmen, wenn möglich.

  • Durch die Nase, statt durch den Mund atmen.
  • Rauchen trocknet zusätzlich aus.
  • Luftbefeuchter kann helfen, insbesondere in der Nacht.
  • Einige Medikamente haben als Nebenwirkung eben Mundtrockenheit. Ob diese reduziert werden können, muss aber mit dem Arzt geklärt werden.
  • Mit warmen Salzwasser oder Salbeitee gurgeln.
  • Inhalieren hält Nasen- und Atemwege feucht.
  • Eine gute Mundhygiene sorgt zwar nicht für mehr Feuchtigkeit im Mund, aber dafür das die negativen Folgen der Trockenheit im Rahmen bleiben.

Arzt aufsuchen bei andauernder Mundtrockenheit

Wenn man dauerhaft unter Mundtrockenheit leidet, sollte man den Arzt aufsuchen, um die Ursache herauszufinden. Das gilt natürlich nicht, wenn man diese bereits kennt und mit dem Symptom einfach zurecht kommen muss. Aber auch dann sollte man in regelmäßigen Abständen den Arzt befragen, ob es neue Therapieansätze gibt, ein neues Mittel bekannt ist oder ihm sonst etwas neues einfällt.

Ursachen für Mundtrockenheit

Rauchen und der Konsum von Alkohol können zu Mundtrockenheit ebenso führen wie eben Dehydration (Wassermangel), Stress, Schanrchen und Schlafen mit offenem Mund. Auch Angst und Depressionen können Auslöser für einen trockenen Mund sein. Weitere Auslöser sind hormonelle Veränderungen (Schwangerschaft, Menopause).

Das hilft bei Mundtrockenheit bei Bestrahlung

Ähnliche Themen: