Hausmittel gegen Beschwerden in den Wechseljahren

Zu den beiden am häufigst genannten Beschwerden in den Wechseljahren gehören Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen. Mit ein her gehen außerdem noch nächtliche Schweißausbrüche. Und einmal angefangen kann es durchaus ein paar Jahre dauern, bis die Wechseljahre endlich überstanden sind. Manchmal helfen nur Medikamente, um die Wechseljahresbeschwerden, die eine Reaktion des weiblichen Körpers auf die Hormonveränderungen sind, zu lindern und erträglich zu machen. Manchmal sind es aber auch einfache Tricks und Hausmittel, um Hitzewallungen und Co. besser zu überstehen. Denn diese lassen sich manchmal auch sanft lindern.

Typische Beschwerden in den Wechseljahren

  • Stimmungsschwankungen.
  • Hitzewallungen.
  • Schlafstörungen.
  • Trockene Haut

Mögliche Therapieformen bei Wechseljahresbeschwerden

  • Hormontherapie
  • Heilpflanzen
  • Sport, Bewegung allgemein, Entspannungstechniken
  • Sauna

Wenn die Beschwerden in den Wechseljahren sehr heftig sind, sollte unbedingt ein Gespräch beim Arzt erfolgen. Auch nur dieser kann eine Hormontherapie überhaupt in die Wege leiten. Sport sollte natürlich nur im Rahmen des möglichen gemacht werden. Wer zum Beispiel Kniebeschwerden hat, sollte eher Schwimmen oder Fahrradfahren und nicht Joggen. Wer vorher gänzlich untrainiert war, sollte das Sportpensum nur langsam steigern und im Zweifelsfall auch besser einen Arzt konsultieren.

Hausmittel gegen Wechseljahresbeschwerden

Da weniger Östrogene produziert werden, können nicht nur Symptome wie Stimmungsschwankungen oder Schwitzen auftreten, sondern eben auch trockene Haut.

Gegen starke Hitzewallungen in den Wechseljahren hat sich das regelmäßige Trinken von zwei bis drei Tassen Salbeitee bewährt.

Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft lindert ebenfalls eine Reihe von Symptomen. Cremes, im Winter auch mit einem erhöhten Fettanteil, helfen gegen trockene Haut.

Einen Fächer nutzen. Immer einsatzbereit, macht aber keinen Lärm und lässt sich einfach wieder verstauen. Der Fächer, für das ganz persönliche Maß an Kühlung.

Heilpflanzen bei Wechseljahresbeschwerden

  • Mönchspfeffer (lindert Schweißausbrüche)
  • Traubensilberkerze (bei depressiver Verstimmung, Schlafproblemen)
  • Schafgarbe (gegen Stimmungsschwankungen)
  • Johanniskraut (Schlafproblemen, nervöse Unruhe, Reizbarkeit)

Es gibt pflanzliche, hormonähnliche Arzneimittel, die helfen können. Dazu zählt der Rhapontik-Rhabarber und auch Traubensilberkerze. Eine hormonelle Therapie wird eigentlich nur bei starken Wechseljahresbeschwerden empfohlen.

Rharbarber-Extrakt

Wer nicht gleich auf Hormone setzen möchte, kann es mal mit einem Rhabarber-Extrakt aus der Wurzel des sibirischen Rhabarbers probieren. Dieser soll, so zeigen es wissenschaftliche Studien, den Wärmehaushalt regulieren. Und dabei ist Rhabarber ebenso erfolgreich wie ein niedrig dosiertes Hormonpräparat. Im Extrakt sind Stoffe enthalten, die von der Struktur her ähnlich aufgebaut sind wie Östrogene. Und damit sind sie in der Lage, das hormonelle Gleichgewicht im weiblichen Körper wieder herzustellen. Das wirkt sich nicht nur positiv auf Hitzewallungen und Schweißausbrüche aus sonder kann auch gegen Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen helfen. Und das ohne Nebenwirkungen wie Zunehmen oder Erhöhung des Thromboserisikos.

Sauna trainiert uns gegen Wechseljahresbeschwerden

Es gibt auch Frauen, die gerade in den Wechseljahren sehr gute Erfahrungen gemacht haben durch Besuche der Sauna Beschwerden zu lindern. Regelmäßige Saunagänge helfen gegen Hitzewallungen und auch gegen eine Reihe weiterer Beschwerden in den Wechseljahren.

Das ist nicht verwunderlich. Denn Östrogene, an denen es Frauen ja in den Wechseljahren zunehmend fehlt, sind auch dafür da, unsere Körpertemperatur möglichst konstant zu halten. Während der Wechseljahre funktioniert das nicht mehr und so kann es passieren, dass die Betroffene plötzlich und ohne Vorwarnung anfängt zu schwitzen, nur um kurz danach zu frieren. Mit regelmäßigen Saunagängen kann man den Körper aber trainieren auf plötzliche Temperaturwechsel besser zu reagieren.

Es wird empfohlen dafür mindestens einmal die Woche in die Sauna zu gehen. Und zwar für ca. zehn Minuten und danach unter die kalte Dusche oder eben ins Tauchbecken. Es soll nur vier bis sechs Wochen Sauna-Übung brauchen, bis der Körper besser in der Lage ist, die Temperatur konstant zu halten.

Und der regelmäßige Gang in der Sauna hilft auch unserer Haut bei der Durchblutung und das wiederum hilft gegen die trockene Haut, von der viele Frauen während der Wechseljahre betroffen sind.

Wer noch nie vorher in der Sauna war, sollte es aber auf jeden Fall langsam angehen lassen und sich zuvor von erfahrenen Saunagängern Tipps holen. Ein Nachfragen beim Arzt, ob dieser einen Fit genug für die Sauna hält, schadet sicherlich auch nichts.

Sport bei Beschwerden in den Wechseljahren

Sport sollte natürlich nur im Rahmen des möglichen gemacht werden. Wer zum Beispiel Kniebeschwerden hat, sollte eher Schwimmen oder Fahrradfahren und nicht Joggen. Sehr gut geeignet ist natürlich auch Wassergymnastik. Wer vorher gänzlich untrainiert war, sollte das Sportpensum nur langsam steigern und im Zweifelsfall auch besser einen Arzt konsultieren. Wer sowieso schon Bewegung als Therapie bei Menstruationsbeschwerden eingesetzt hat, ist sicherlich schon drin.
Sport hilft auch, der Gewichtszunahme vorzubeugen, die leider für die Wechseljahre so typisch ist.

Entspannungstechniken

Um Gelassener zu werden und besser mit der typischen Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen umzugehen, muss es nicht unbedingt Sport sein. Hier helfen auch Entspannungstechniken und Entspannungsübungen. Auch Yoga kann ein gutes Mittel sein, um ruhiger zu bleiben.

Ausgewogen Essen

Bevor die Menopause der Menstruation ein Ende setzt, kommt die Periode wechselhaft, manchmal sogar stärker. Starke Blutungen bedeuten aber auch einen erhöhten Eisenverlust. Es kann also durchaus passieren, dass es in den Wechseljahren zu Eisenmangel kommt. Wer in dieser Zeit besonders müde und abgeschlagen ist, sollte seine Eisenwerte beim Arzt überprüfen lassen. Ausgewogen essen hilft schon mal, um in dieser Zeit fit zu bleiben.

Bei Wechseljahresbeschwerden besser meiden

Wer kennt das nicht, wenn etwas besonders scharfes auf den Tisch kommt, dann treiben uns beim Essen die scharfen Gewürze die Schweißperlen nur so auf die Stirn. Stark gewürzte Speisen sollten Frauen mit Problemen in den Wechseljahren also besser vermeiden. Das gilt auch für Kaffee und Alkohol. Auch diese beiden Genussmittel können dafür sorgen, dass Hitzewallungen verstärkt ausfallen.