Hausmittel und Tipps gegen Wespen

Zitrone mit Nelken. Hausmittel gegen Wespen.

Wespen stechen, sobald sie sich bedroht fühlen. Was eine Wespe als Bedrohung ansieht, ist von Art zu Art unterschiedlich. Insbesondere aggressive Wespenarten, wie die Deutsche Wespe können bereits auf panisches Umherschlagen mit Stichen reagieren. Heftige Bewegungen sind ebenso tabu wie anpusten. Zwar ist anpusten eigentlich keine aggressive Handlung, aber in unserer Atemluft ist Kohlendioxid enthalten und dies kann Wespen in Angriffsstimmung bringen. Übrigens: Eine Wespe, die angegriffen wird, mobilisiert weitere Wespen. Statt mit einer aggressiven Wespe hat man es dann schnell mit mehreren zu tun. Dafür sorgt ein entsprechender Duftstoff.

Einfache Hausmittel gegen Wespen

Einige Tipps und einfache Hausmittel können aber helfen, die Belästigung durch Wespen zu verringern.

Kleingeld

Wespen haben nicht nur Gerüchte, auf die sie voll abfliegen, es gibt auch einige, die sie so gar nicht mögen. So soll der metallische Geruch von Geldstücken mit hohen Kupferanteil Wespen verschrecken. Einen hohen Kupfergehalt haben 1, 2 und 5-Cent-Münzen. Ein paar dieser Münzen auf dem Tisch sollen bereits helfen.

Zitrone und Nelken

Auch Zitronen und Nelken im Verbund verschrecken Wespen. Dafür eine Zitrone halbieren und mit Gewürznelken spicken. Das nun mit Basilikum auf den Tisch stellen.

Duftlampen mit ätherischen Ölen

Immer gut gerüstet ist man mit ätherischen Ölen für die Duftlampen mit folgenden Gerüchten: Lavendel, Zirbe, Nelke, Teebaum, Pfefferminz und Eukalyptus. Es gib auch Wespenkissen und entsprechende (natürlich tierfreundliche) Sprays, die genau mit diesen Gerüchten arbeiten. Mit dem Spray am besten Tischdecken und die Gartenmöbel einsprühen. Wichtig ist: Besprüht werden lediglich Tischdecken, Sonnenschirm, Gartenmöbel und Co., das besprühen der Wesen selbst ist natürlich tabu.

Täuschen und Ablenken

Wer einen größeren Garten hat, kann Wespen auch ablenken. Diese mögen es durchaus auch gerne süß, mit Weintrauben und anderen saftigen Früchten werden diese gezielt in eine andere Gartenecke verbannt.

Wespenschreck

Es gibt Wespennest-Attrappen. Diese künstlichen Nester signalisieren anderen Wespen, das hier bereits Wespen zugange sind. So ein Wespenschreck ist auch ideal um zu verhindern, das Wespen in der eigenen Umgebung ein Nest bauen.

Wasserzerstäuber

Mit Wasserzerstäubern lässt sich Regen  vortäuschen und den mögen Wespen nicht. Mit einer Pumpflasche voll Wasser ist man also auch gut gerüstet.

Weitere Tipps gegen Wespen und andere Insekten

Damit Wespen, Fliegen, Mücken und andere Insekten nicht ins Haus gelangen sind Fliegengitter und entsprechende Vorhänge sehr praktisch.

  • Nahrungsmittel abdecken, Kuchen ebenso wie Fleisch.
  • Reste wegräumen.
  • Insbesondere Kindern nach dem Essen den Mund gründlich abwischen, Hände waschen.
  • Kleckereien entfernen.
  • Im Garten Obst rechtzeitig abernten und Fallobst aufsammeln. Besonders gut geeignet für solche Arbeiten sind Regentagen oder die Abendstunden.
  • Abfallbehälter schließen.
  • Offene Flaschen und Dosen können zur Wespenfalle und zur Gefahrenquelle für uns werden. Abdecken.
  • Verzicht auf Parfüm und sogar auf Autan, der süßliche Geruch lockt Wesen an.

 

Wespen stehen unter Naturschutz

Sowohl die Biene als auch die Wespe steht unter Naturschutz (Bundesnaturschutzgesetz). Daher dürfen weder fröhlich summende Bienen noch Wespen, die sich gefühlt immer auf Angriffskurs bewegen, erschlagen werden. Wie der Nabu informiert, sind auch keinesfalls alle Wespen aggressiv, dies trifft insbesondere auf die deutsche Wespe zu. Und nur zwei der acht in Deutschland heimischen Wespenarten interessieren sich für Cola, Steak und Kuchen. Neben der Gemeinen Wespe isst aber leider ausgerechnet die Deutsche Wespe gerne bei uns mit.

Weitere Infos zur Wespe: https://baden-wuerttemberg.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/beratung-und-information/umgangwespen.html

Da Wespen unter Naturschutz stehen dürfen diese mit Absicht weder verletzt, gestört noch getötet werden. Auch ihre Nester dürfen nicht beschädigt werden. Für eine Umsiedlung eines Wespennests wird eine Erlaubnis und ein Fachmann benötigt. Wenn Kinder, Haustiere oder Allergiker in der direkten Nähe eines Wespennests leben, wird diese zumeist erteilt. Eine Ausnahme gibt es: Verlassene Wespennester dürfen im Winter entfernt werden.

Wer Wespen fängt, verletzt oder tötete, kann mit einem Bußgeld belangt werden. In der Hansestadt Hamburg sind dies bis zu 5.000 Euro bzw. 50.000 Euro bei besonders geschützten Wespenarten. In einigen deutschen Bundesländern werden schon bei normalen Wespen bis zu 20.000 Euro fällig. Auch Bienen und Wildbienen stehen unter Naturschutz und ebenso die Hornisse.

Natürlich gibt es von diesen Regelungen auch Ausnahmen: Wer auf Wespen (nachgewiesenermaßen) allergisch reagiert, kann eine solche zum Eigenschutz auch Erschlagen.

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