Erkältungsbad

Gerade bei einer Erkältung kann eine Auszeit in der warmen bis heißen Badewanne Wunder bewirken. Vor allem wenn man sich anschließend schön warm eingepackt entweder zum Ruhen auf das Sofa legt oder gleich ins Bett verschwindet. Denn viel Schlafen hilft ebenfalls gut bei Erkältung.

Erkältungsbäder gehören zu den klassischen Hausmitteln bei Erkältungen.

Ideal ist ein Erkältungsbad mit entsprechenden Zusätzen. Ein warmes Bad mit Kampfer, Eukalyptus-, Thymian-, Rosmarin- oder Kiefernnadelöl befreit dabei die Atemwege, es entspannt die Bronchien und es lindert eben Gliederschmerzen.

Die optimale Badedauer sollte gerade bei einer Erkältung nicht über 20 Minuten liegen.

Bei Fieber sollte man auf den Aufenthalt in der warmen Badewanne besser verzichten. Außerdem sollte man auf das heiße Bad verzichten, wenn man sich sehr schlapp und angegriffen fühlt. In diesem Fall wäre ein Bad einfach zu belastend für den Körper. Es könnte mehr schaden als nutzen.

Besonders wirkt ein Erkältungsbad übrigens bei den ersten Anzeichen einer Erkältung. Wenn also die Füße kalt sind, die Nase kribbelt und es vielleicht sogar noch im Rachen kratz. Genau in diesem Moment kann ein Erkältungsbad noch etwas bewirken.

Wie wirkt ein Erkältungsbad?

Die Wärme des Wassers hilft der Durchblutung der Haut und Muskeln. Die Muskulatur entspannt sich. Gliederschmerzen, die eine Erkältung so oft begleiten, werden so gelindert. Die Wärme lässt außerdem die Körpertemperatur leicht ansteigen, das wirkt wie eine Art künstliches Fieber.

Schonendes Erkältungsbad

Natürlich hat ein Vollbad bei einer Erkältung viel für sich. Man verschwindet ganz im warmen Wasser und wird vielleicht noch von wohlriechendem Schaum eingehüllt. Aber wer Probleme mit dem Kreislauf hat, der sollte besser auf ein Dreiviertelbad setzten. Dieses Bad belastet den Kreislauf einfach weniger und ist damit gerade, wenn die Erkältung sich schon breitgemacht hat, schonender. Bei einem Dreiviertelbad sollte man Arme, Schultern und auch Knie aus dem Wasser ragen lassen. Dafür einfach weniger Wasser in die Wanne laufen lassen.

Temperatur und Dauer eines Vollbades bei einer Erkältung

Zu heiß sollte ein Erkältungsbad nicht sein, aber natürlich muss auch eine Mindesttemperatur erreicht werden, damit man sich schön aufwärmt. Ideal ist eine Temperatur zwischen 32 und 38 Grad. Ein guter Trick ist es übrigens, sich in eher angenehm warmes Wasser zu legen und dann heißes Wasser nachlaufen zu lassen, bis die gewünschte Temperatur erreicht ist. Optimal ist eine Dauer von zehn bis 20 Minuten bei einem Erkältungsbad. Schließlich sollte sich der Körper dabei auch aufwärmen können.

Raus aus dem Wasser

Man sollte sein Erkältungsbad abbrechen, wenn einem schwindlig wird. Das gleiche gilt, wenn man das Gefühl hat, dass es zu anstrengend wird. Wer durch die Erkältung bereits sehr geschwächt ist, sollte besser auf ein Erkältungsbad verzichten. Wer dennoch nicht verzichten möchte, sollte sich vielleicht besser helfen lassen.

Aber Achtung beim Ausstieg aus der Wanne. Warmes Wasser macht uns durchaus auch ein wenig schwindlig. Denn durch die Wärme werden unsere Gefäße geweitet, der Blutdruck sinkt und häufig fängt dann auch noch der Kreislauf an zu schwächeln. Daher langsam aus dem Bad aussteigen.

Nach dem Erkältungsbad

Damit das Bad optimal wirkt, sollte man sich danach unbedingt warm einpacken und vor allem auch ausruhen.

Wichtige Hinweise

Erkältungsbäder, die ätherische Öle enthalten, eignen sich in der Regel nicht für Kleinkinder bis zu einem Alter von sechs Jahren. Leiden Sie an einer Herz-Kreislauf-Krankheit wie Bluthochdruck, an Asthma oder haben Sie Probleme mit den Venen, zum Beispiel eine Venenschwäche, dann besprechen Sie vorher mit dem Arzt, ob Sie ein heißes Bad nehmen dürfen.

Erkältungsbad in der Schwangerschaft

Gegen ein kurzes Bad im warmen Wasser ist auch in der Schwangerschaft nichts einzuwenden. Allerdings sollte man nicht zu heiß baden und auf die Badezusätze achten. So sollten Schwangere und auch stillende Mütter auf Bäder mit Kampfer verzichten. Und die Badedauer sollte nicht zu lange sein. Heißes Wasser fördert die Durchblutung der Plazenta und kann damit eine wehentreibende Wirkung haben. Ein kurzes warmes Bad ist aber erlaubt, außer der Arzt hätte entsprechende Einwände.

Ähnlich wohltuend bei einer Erkältung ist neben einem schönen warmen Vollbad auch die Inhalation. Gerade Inhalieren mit Kamille oder Inhalieren mit Salz kann Linderung für die schlimmsten Erkältungssymptome bringen.