Honig als Hausmittel

In sehr vielen Hausmittel-Rezepten kommt auch Honig vor. Und es gibt viele gute Gründe, warum Honig so gesund ist. Allerdings sollte man bei Honig als Hausmittel auf naturbelassenen Honig setzen und nicht auf den industriell verfertigten.

Bienen einfach unverzichtbar für das alte Hausmittel Honig.

Ohne Bienen gäbe es Honig gar nicht und damit ein äußerst vielseitiges Hausmittel.

Honig fehlt so auch nicht bei den Hausmitteln gegen Husten. Honig enthält nämlich natürliche Hustenstiller. Und so reicht es bei vielen Hustenarten bereits einfach über den Tag verteilt immer wieder einen Teelöffel Honig zu sich zu nehmen und das pur.

Wem das zu sehr nach dem goldenen Saft schmeckt, kann aber auch seinen Tee mit Honig süßen. Oder man setzt auf den Klassiker, heiße Milch mit Honig. Auch das ist ein erprobtes Hausmittel bei trockenem Husten. Bei Husten mit Auswurf sollte man auf heiße Milch mit Honig hingegen besser verzichten.

Besonders macht Honig auch die Vielfalt seiner Inhaltsstoffe.

Honig Anwendung

Anwendung findet Honig sowohl bei inneren als auch bei äußeren Erkrankungen und Problemen. So kann er als Hausmittel bei offenen Wunden verwendet werden, aber auch, um die Symptome einer Erkältung zu lindern. Und als natürliches Hustenmittel findet Honig insbesondere bei trockenem Husten Anwendung. Und die eine oder andere Medizin wird durch die Süße des Honigs erst genießbar. Durch seinen Zuckergehalt macht er auch einige pflanzliche Stoffe länger haltbar.

Deswegen hilft Honig

Honig verhindert das Wachstum von Bakterien. Da Honig selbst sehr viel Zucker enthält, ist er gierig nach Wasser. Und so entzieht Honig den Zellen der Bakterien Wasser. Diese schrumpfen dadurch und können auch absterben. Außerdem ist in Honig auch Glukoseoxydase enthalten. Dies ist ein Enzym, das permanent zu desinfizierendem Wasserstoffperoxid umgewandelt wird.

Aber Honig hat auch sehr viele gesunde Inhaltsstoffe. So sind in ihm Calcium, Eisen, Magnesium und auch Natrium enthalten. Das sind alles Inhaltsstoffe, die unserem Immunsystem guttun. Und wenn unser Immunsystem stark ist, dann sind wir auch besser gegen Krankheitserreger gewappnet.

Honig ist gut – aber kein Wundermittel

Viele Studien belegen inzwischen, dass Honig wirklich eine heilende Wirkung hat. Allerdings gilt auch hier: Nicht alle Beschwerden sollten mit solchen Hausmitteln behandelt werden. Und werden Probleme nicht besser oder verschlechtert sich ein mit Honig behandeltes gesundheitliches Problem gar, dann sollte man den Arzt aufsuchen. Denn auch wenn Honig viele gute Inhalte hat und sicherlich bei einigen gesundheitlichen Problemen helfen kann, ein Wundermittel ist er nicht.

Honig ist ein altes Heilmittel

Hippokrates schätzte bereits den Honig

Das Honig heilende Wirkung hat, das wussten schon die alten Ägypter, Assyrer und Chinesen. Der griechische Arzt Hippokrates nutzte Honig ebenfalls bereits zu Heilzwecken. So ist überliefert, dass Hippokrates Honig einsetzte, um Fieber zu senken. Und auch bei offenen Wunden kam er zum Einsatz.

Die Speise der Götter

Honig wird übrigens auch Speise der Götter genannt. Kein Wunder, glaubt man der griechischen Mythologie, dann war es der Honig, der den Göttern ihre Unsterblichkeit verlieh. Aber nicht nur die Götter im Olymp wussten, wie gut Honig war, auch Odin, ein Gott des Nordens, schätzte Honig, denn er zog hieraus nicht nur seine Kraft, sondern auch seine Weisheit.

Dopingmittel in der Antike

Honig wurde in der Antike wohl auch schon als Dopingmittel genutzt, zumindest gibt es Berichte, dass die Athleten der ersten Olympischen Spiele Honigwasser tranken, um Höchstleistungen zu erzielen.

Seit mindestens 10.000 Jahren dient Honig uns Menschen übrigens schon als Lebensmittel. Lange Zeit war Honig dabei das einzige süße Lebensmittel, das verfügbar war.

Honig Anwendung

Soll der Honig getrunken werden, dann sollte er nie über 40 Grad Celsius erwärmt werden, denn dann verliert der Honig seine heilende Wirkung. Das gilt insbesondere, wenn der Honig in warme Milch oder in Tee eingerührt werden soll. Honig ist also zum Backen wie auch zum Kochen ungeeignet. Vielleicht ganz gut so, denn Honig besteht nun mal zu 80 Prozent aus Zucker, zu groß wäre wohl die Versuchung Honig als Zuckerersatz zu nehmen und vielleicht zuviel davon zu naschen.
Honig wirkt gegen Bakterien, Pilze und freie Radikale.

Honig bei Bronchialerkrankungen

Gerade bei Husten, Halsschmerzen und Schnupfen entfaltet Honig seine ganze heilende Kraft. Und so findet Honig zur Linderung der Symptome von Bronchialerkrankungen vielfältig Anwendung. Er wird mit Milch aber auch Tee gereicht. Manchmal wird er sogar gelöffelt. Besonders gut wirkt der Honig natürlich, wenn er in einem passenden Tee eingerührt wird. Gerade Kräutertees eigenen sich ja sehr gut, um beim Husten für Linderung zu sorgen. Milch mit Honig.

Honig in der Wundbehandlung

Honig hat anti-entzündliche Eigenschaften, die den Heilungsprozess in der Wundbehandlung beschleunigen kann. Honig lindert durch seine Inhaltsstoffe Schmerzen, er reduziert zudem Schwellungen und auch die Sekretbildung. Allerdings kommt es hierbei sehr stark auf den richtigen Honig drauf an. Mit dem Massenhonig aus dem Supermarkt sollte man keinesfalls auf eitrige oder gar tiefe Wunden losgehen. Aus der Apotheke gibt es aber keimfreie Honigprodukte. Ist die Wunde eher oberflächlich, dann kann man aber naturbelassenen Honig verwenden.

Rezept selbstgemachte Heilsalbe mit Honig

Für eine selbstgemachte Heilsalbe mit Honig benötigt man nur Eucerin und naturbelassenen Honig. Man mischt einfach im Verhältnis drei zu eins. Auf drei Esslöffel oder Teelöffel (je nachdem wie viel man benötigt) Eucerin kommt dann noch ein Esslöffel bzw. Teelöffel Honig. Das ganze wird einfach glatt gerührt und in einem sauberen Glas im Kühlschrank aufbewahrt. Eignet sich zur Versorgung von oberflächlichen Wunden. Dafür wird die selbstgemachte Honigsalbe einfach mindestens drei Mal am Tag aufgetragen.

Honig bei Verbrennungen

Bei leichten Verbrennungen entfaltet Honig ebenfalls seine heilende Wirkung. Merke: Bei schweren Verbrennungen niemals Honig oder andere Mittel (beliebt sind Butter und Petersilie) anwenden! Solche Hausmittel sind nur für leichte Verbrennungen gedacht!

Honig bei Hauterkrankungen

Mit einer selbstgemachten Salbe aus Honig, Olivenöl und Bienenwachs wurden in Studien schon Besserungen von Symptomen bei diversen Hauterkrankungen nachgewiesen. Unter diesen Hauterkrankungen waren Neurodermitis und auch Schuppenflechte. Eingesetzt wurde eine Mischung aus einem Teil Honig auf einem Teil Olivenöl und einem Teil Bienenwachs.

Honig bei Magen-Darm-Erkrankungen

Auch bei Magen-Darm-Erkrankungen kann Honig helfen. In diesem Fall wird etwas Honig in warmen Tee (gut geeignet sind bei Magen-Darmbeschwerden Pfefferminztee, Kamillentee oder auch Fencheltee) eingerührt.

Honig bei Blähungen

Honig kann auch bei Blähungen helfen, und zwar in Verbindung mit Apfelessig. Dafür werden einfach drei Teelöffel Apfelessig mit einem Teelöffel Honig vermischt. Diese Mischung wird nun mit lauwarmen Wasser aufgefüllt. Das ganze Trinken hilft gegen Blähungen.

Honig bei Pilzinfektionen

Bei einer Studie an einer Universität im Iran wurde die Wirkung von Honig auf den Pilz Candida albicans untersucht. Dieser Pilz ist auch als Scheidenpilz bekannt und betrifft Frauen. Bei der Studie behandelte die eine Hälfte der Frauen den Scheidenpilz mit einer Mischung aus Joghurt und Honig. Die andere Hälfte nahm eine antimykotische Creme. Nach einer Woche wurde festgestellt, dass beide Anwendungen vergleichbare Ergebnisse erzielten.

Warnhinweis Honig ist für Säuglinge tabu

Auch wenn Honig viele gute Eigenschaften und Inhaltsstoffe hat, Säuglingen bis zwölf Monaten sollte man keinen Honig geben. Schuld ist ein Bakterium, dass im Honig trotz vielfältiger Kontrollen vorkommen kann und das für Babys bis zwölf Monaten eben gefährlich sein kann. Es handelt sich um das Bakterium Clostridium botulinum, bzw. dessen Sporen. Einem gesundem Erwachsenen macht dieses Bakterium nichts aus, da unsere Darmflora mit den Sporen gut zurecht kommt. Da Säuglinge aber noch keine gut ausgeprägte Darmflora haben, kann das Bakterium bei ihnen sehr gefährlich werden. Es gibt zwar einige Hausmittel, die gerne aufgezählt wird, wenn es um zahnende Babs geht, bei denen auch Honig eine Rolle spielt, aber darauf sollte man unbedingt verzichten. Hier einige Hausmittel für zahnende Babys ohne Honig.

Honig ist nicht gleich Honig – Honigsorten im Überblick

Es gibt sehr verschiedene Arten von Honig. Jeder Honig für sich kann bereits mit gesunden Inhaltsstoffen hervortun. Aber je nachdem, welche Honigart es dann ist, hat der Honig dann noch weitere gesunde Inhaltsstoffe, die je nach Beschwerden extra guttun können.

Honig verschiedene Sorten

Honig gibt es in verschiedenen Sorten. Sie unterscheiden sich in ihrer Heilwirkung, Farbe, Geschmack und in ihrer Konsistenz.

Die verschiedenen Honigsorten unterscheiden sich durch Herkunft, Gewinnungsarten, Geschmack und Farbe. Als echtes Naturprodukt hängt der Honig auch entscheidend von der Tracht eines Bienenjahrs ab und damit gleicht auch keine Honigernte einer anderen.

Apfelblütenhonig

Bei akuten Mangelerscheinungen fördert Apfelblütenhonig die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen.
Geschmack: blumig-fruchtiges Aroma.

Buchweizenhonig

Buchweizenhonig hat eine hustenstillende Wirkung. So wurde in den USA eine Studie an 105 hustenden Kindern durchgeführt. Das Ergebnis war, dass der Buchweizenhonig eine genauso gute hustenstillende Wirkung hatte wie normaler Hustensaft.
Farbe: dunkelbraun bis schwarz. Feincremig.
Geschmack: Sehr kräftig, fast harzig.

Eukalyptushonig

Wegen seiner infektionshemmenden Wirkung wird Eukalyptushonig besonders gerne bei Erkältungen aber auch bei Harnwegsentzündungen eingesetzt.
Geschmack: Feinwürzig.
Aussehen: Die Farbe von Eukalyptushonig reicht von Gold bis dunkelbraun.

Kleehonig

Kleehonig kann bei Verdauungsbeschwerden aber auch bei Unruhe eingesetzt werden. Der Genuss von Kleehonig wirkt zudem krampf- und schleimlösend.
Geschmack: Mild.
Aussehen: Weißgelb bis hellbeige Farbe.

Lavendelhonig

Lavendelhonig wird besonders gerne bei Kopfschmerzen eingesetzt. Außerdem soll dieser Honig bei Nervosität helfen. Dazu kommt noch, dass Lavendelhonig sowohl krampflösend als auch schmerzhemmend ist.
Geschmack: Leicht würzig bzw. würzig-blumig mit deutlicher Lavendelnote.
Aussehen: Klar und flüssig bis cremig. Hellgelb bis fast weiße Farbe.

Löwenzahnhonig

Eingesetzt wird Löwenzahnhonig, um den Stoffwechsel und die Durchblutung anzuregen. Dieser Honig stimuliert dazu noch die Nieren- und Leberaktivität. Daher wundert es nicht, dass Löwenzahnhonig bei Leber- und Gallenbeschwerden Anwendung findet. Außerdem wird er zur Blutreinigung eingesetzt.
Aussehen: Schöne Goldfarbe. Die Konsistenz ist eher körnig.
Geschmack: Sehr aromatisch.

Manuka-Honig

Manuka-Honig ist weitgereist, denn er stammt aus Neuseeland, vom anderen Ende der Welt also. Im Manukahonig ist Methylglyoxal enthalten. Dieser Inhaltsstoff macht Manuka-Honig zu einem natürlichen Antibiotikum. Eingesetzt werden kann dieser Honig auch zum Desinfizieren von Wunden.
Manuka ist übrigens der Name der Südseemyrte. Gewonnen wird der Honig aus dem Blütennektar dieser Pflanze. Der Honig wird traditionell als Naturheilmittel verwendet.

Tannenhonig

Im Tannenhonig sind die wirksamen ätherischen Öle der Nadelbäume enthalten. Daher wird Tannenhonig besonders gerne bei Bronchitis und Erkältungen genossen.
Aussehen: ziemlich flüssig, grünlich-dunkle Farbe. Gerade Weißtannenhonig bleibt mehrere Monate, manchmal sogar jahrelang flüssig.
Geschmack: kräftig und würzig bzw. kräftig-harzig.

Weißdornhonig

Da Weißdornhonig Herz und Kreislauf stärkt, wird er gerne auch zur allgemeinen Kräftigung im Alter genossen.
Aussehen: Bernsteingelb.

Es gibt natürlich noch viele weitere Honigsorten.

Daraus besteht Honig

Honig ist ein von Honigbienen zur eigenen Nahrungsvorsorge erzeugtes und vom Menschen genutztes Lebensmittel aus dem Nektar von Blüten oder den zuckerhaltigen Ausscheidungsprodukten verschiedener Insekten, dem sogenannten Honigtau.

Nährwert von Honig. Kalorien. Vitamine.

Es gibt natürlich viele verschiedene Honigsorten und in hochwertigen Honigsorten wurden auch bis zu 245 natürliche Inhaltsstoffe nachgewiesen. Dennoch basiert Honig auf einen hohen Anteil an Zucker und so enthalten die meisten Honigsorten auch zu 80 Prozent aus reinen Zucker.
Die durchschnittliche Zusammensetzung von Honig wird wie folgt angegeben:

  • 38 Prozent Fructose
  • 31 Prozent Glucose
  • 10 Prozent Mehfachzucker
  • 17 Prozent Wasser
  • Je nach Sorte 2 bis 4 Prozent Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme, organische Säuren und sekündäre Pflanzenstoffe.

Zähflüssiger oder dünnflüssiger Honig

Das Verhältnis von Fructose zu Glucose bestimmt übrigens, welche Konsistenz der Honig hat. Hat der Honig einen hohen Anteil an Glucose, dann ist er eher cremig bis fest. Überwiegt der Fructosegehalt im Honig, dann ist er eher flüssig.

Honig Kalorien

Pro 100 Gramm hat Honig im Durchschnitt etwa 304 Kalorien.

Weiterführende Links

Honig kommt häufig auch als Hausmittel bei Husten zum Einsatz. So ist Honig auch Bestandteil von Rettichsaft.

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Miel de Azahar – Orangenblütenhonig – Leckerer Honig aus Spanien.

Milch mit Honig als Hausmittel

Milch mit Honig

Milch mit Honig hilft bei trockenem Husten und fördert oftmals das Einschlafen.

Milch mit Honig ist ein beliebtes und sicherlich häufig angewendetes Hausmittel. Diese Rezeptur von Miclh mit heilsamen Honig wirkt besonders gut als Hausmittel gegen trockenen Husten. Außerdem fördert dieses Getränk am Abend genossen das Einschlafen. Einfach mal ausprobieren, einfache Hausmittel können so lecker sein. Mehr über Milch mit Honig als Hausmittel.

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