Rettichsaft bzw. Rettichsirup selber machen

Rettich enthält neben Vitamin B und C auch viele Mineralstoffe und Spurenelemente. Außerdem enthält dieser Saft Senf- und Schwefelöle. Rettich hat damit nicht nur eine desinfizierende, sondern auch eine antibakterielle Wirkung. Das macht Rettich und eben auch Rettichsaft zu einem idealen Hausmittel.

Das tolle ist: Rettichsirup bzw. Rettichsaft lässt sich einfach selbst herstellen.

Rettichsaft und Rettichsirup lassen sich ganz einfach selber machen.

Ein natürliches Hustenmittel, das sich sehr einfach selber machen lässt ist Rettichsaft bzw. Rettichsirup.

Dieses Rezept Hustensaft mit Rettich ist ein altes Hausrezept für einen natürlich hergestellten Schleimlöser bei Husten.

Zutaten Rettichsaft

Hier die Zutaten für selbst gemachten Rettichsaft bzw. selbst hergestellten Rettichsirup.

    • Weißer oder roter Sommerrettich. Auch Winterrettich mit schwarzer Schale ist gut geeignet. Der Rettich sollte prall sein und nicht zu klein.
    • Brauner Zucker oder Honig.
    • Hohe Schüssel, Stricknadel oder andere lange dicke Nadel oder Spieß.
    • Scharfes Messer
    • Verschließbares Glas zum Aufbewahren des Rettichsafts

Unterschied Sommerrettich und Winterrettich

Während es sich beim weißen Sommerrettich um eine längliche Wurzel handelt, ist der schwarze Winterrettich eher kugelförmig. Damit ist der Winterrettich beinahe besser geeignet, um Hustensaft herzustellen, denn er lässt sich einfach besser aushöhlen.

Herstellung Rettichsaft – Rettich zum weinen bringen

Einen Rettich aufschneiden. Nun muss der Rettich an der Schnittstelle etwa drei bis vier Zentimeter ausgehöhlt werden. Ist das passiert, eine Stricknadel nehmen und viele Löcher von oben bis unten bohren. Die Löcher dienen dazu, damit hier später der Rettich-Saft austreten kann. Die Löcher sollten dafür auch groß genug sein.

Die obere Aushöhlung des Rettichs wird nun mit braunem Zucker gefüllt oder mit Honig ausgestrichen. Dann den Rettich möglichst senkrecht in ein hohes Gefäß stellen. Der Rettich bleibt besser stehen, wenn er am Gefäßrand lehnen kann, notfalls hilft auch eine Konstruktion mit Zahnstochern oder Schaschlikspießen dabei. Beim eher runden Winterrettich den Rettich am besten auf ein Glas stellen, die Löcher so anbringen, dass sie dann im Glas enden. Die abgeschnittene Rettichkappe wieder aufsetzen.

Rettich sollte weinen

Nun kann es eine ganze Weile dauern. Mit der Zeit wird sich immer mehr Saft aus aufgelösten Zucker bzw. Honig und Rettich in dem Gefäß sammeln. Von diesem Rettichsaft nimmt man nun gegen den Husten oder andere Beschwerden drei Mal täglich ein kleines Glas voll. Wenn kein Saft mehr austritt, dann kann man die Produktion mit weiterem Zucker oder Honig wieder anregen. Das kann man etwa drei Mal tun, dann ist die Rettichwurzel leer.

Den Vorgang nennt sich, Rettich zum Weinen bringen. Dafür sollte man, gerade wenn der Rettichsaft gegen Husten eingesetzt werden soll, immer Honig oder Zucker nehmen, auf keinen Fall Salz.

Diesen Hustensaft in ein sauberes leeres Marmeladenglas mit Schraubdeckel umfüllen und im Kühlschrank lagern.

Rettichsaft Einsatzgebiete

Rettichsaft hat eine schleim- und krampflösende Wirkung. Damit kommt frischer Rettichsaft als Hausmittel bei Husten zum Einsatz. Weitere Einsatzmöglichkeiten von Rettich-Saft sind aber auch Leber- und Gallenbeschwerden.

Als Kur zur Unterstützung der Eiweiß- und Fettverdauung

Da Rettich bzw. der Saft aus der Wurzel sowohl die Eiweiß- als auch die Fettverdauung unterstützt, bietet sich die Einnahme als probate Kur gegen die Frühjahrsmüdigkeit an. Denn die Galle wird angeregt und das hilft bei Verdauungsbeschwerden.

 

Wegen der Nebenwirkungen

Aber: Rettichsaft kann, sofern man von einem empfindlichen Magen betroffen ist, auch zu einer Reizung der Magenschleimhaut führen. In diesem Fall sollte der Saft sehr vorsichtig angwendet werden. Auf gar keinen Fall sollte man Rettichsaft trinken bzw. zu sich nehmen, wenn eine entzündliche Erkrnakung des Magens oder des Darms vorliegt. Wie das bei einem Darminfekt oder einer Gastritis der Fall wäre.

Ebenfalls keine Anwendung finden sollte der Saft, wenn Gallensteine vorliegen.

Ein uraltes Hausmittel

Rettichwurzel und Rettichsaft kann als Hausmittel auf eine lange, eine jahrtausendjahrelange Tradition zurückblicken. So kannne man die Rettichwurzel bereits im Alten Ägypten. Und in der Klostermedizin hatte diese Wurzel ebenso einen hohen Stellenwert.

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